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Grock war impulsiv und spontan, aufbrausend und nachtragend;
stur, beharrlich, verletzend, herzlich und verspielt. Auf der Bühne wie
im Leben. Ein Draufgänger und Dickschädel, mal geizig, mal
grosszügig, autoritär und autoritätsgläubig, Chaot, Prahlhans und ein
genialer Clown. Faszinierend in seiner Vielseitigkeit: August und
Mime, Musiker und Komponist, Akrobat und Jongleur. So gelang es
ihm wie Charlie Chaplin, während fünf Jahrzehnten die Menschen
verschiedenster Schichten und Herkunft gleichermassen zu
begeistern.
Als der Komiker 1959 starb, kannte ihn jedes Kind. Heute ist der
König der Clowns, wie er oft genannt wurde, etwas in Vergessenheit
geraten, seine Herkunft und sein wechselvolles Leben nur
Eingeweihten bekannt.
Dank eines Dokumentarfilms aus dem Jahre 2003, einer Musik-CD, einer DVD mit Grocks 1931 gefilmten Bühnen-Show und einer Biografie, die ich über meinen berühmten Grossonkel geschrieben habe, kann Grock wiederentdeckt werden.
Raymond Naef
Vom 24. April bis zum 26. September 2010 zeigt das «Musée des Suisses dans le Monde» in Prégny-Genf die Ausstellung «Grock – un beau rêve».
Neu erschienen ist zu diesem Anlass eine CD mit 21 Kompositionen von Grock. 15 Melodien werden von den Akkoreonvirtuosen Andreas Hermeyer und Thomas Svechla interpretiert.
Heide Bertram singt sechs Lieder, begleitet von Andreas Hermeyer. (CHF 28.– / 20,– + Versand
In meinem Archiv habe ich über 70 Notenblätter von Grock-Kompositionen. Wenn Sie Interesse haben, nehmen Sie mit mir Kontakt auf!
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